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Schwäbisch Hall: Planung der Grundschule Hessental vorerst gestoppt

Redaktion Kocher-Jagst-Chronik

Schwäbisch Hall - Altstadt - Am Markt 10-11 - Ansicht von der Treppe in blauer Stunde
Symbolbild: Schwäbisch Hall · Foto: Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Schwäbisch Hall – Die Stadt Schwäbisch Hall hat die weiteren Planungen für den Neubau der Grundschule Hessental vorerst angehalten. Das teilte die Stadt Schwäbisch Hall mit. Anlass ist ein Hinweis des Regierungspräsidiums zur Förderung. Die Stadtverwaltung ordnete den Stand in der Gemeinderatssitzung vor Eintritt in die Tagesordnung ein, nachdem die Berichterstattung der Presse vor allem in Hessental für Unruhe gesorgt hatte.

Warum die Planung ruht

Laut Stadtverwaltung bekommt die Stadt eine Neubauförderung nur für die Züge, die nicht am bisherigen Standort unterrichtet werden können. Derzeit würde das vermutlich bedeuten, dass nur zwei bis zweieinhalb Züge gefördert werden. Zu Beginn sei man von einer Förderung aller Züge im Neubau ausgegangen. Finanziell könne das einen wesentlichen Unterschied machen. Die Verwaltung bezeichnet den Stopp ausdrücklich als vorläufig und als finanzielle Vorsichtsmaßnahme, nicht als Absage an den Neubau.

Die Verwaltung hält am Ziel einer guten und modernen Schule in Hessental fest. Weiterhin gilt der Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 2023. Im Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 sind laut Stadt weiterhin Planungsmittel dafür vorgesehen.

Vorgeschichte

Hessental ist ein großer und wachsender Stadtteil, die Schülerzahlen sind über viele Jahre gestiegen. Das Raumprogramm der Grundschule ist für zwei bis zweieinhalb Züge ausgelegt, aktuell werden durchgängig vier Züge unterrichtet. Eine Erweiterung am heutigen Standort ist kaum möglich, und eine Änderung der Schulbezirke war politisch nicht gewünscht. Deshalb beschloss der Gemeinderat 2023 nach einer Standortsuche einen fünfzügigen Neubau in der Nähe der Molkerei und lobte einen Architektenwettbewerb aus.

Der Siegerentwurf nimmt viel Rücksicht auf pädagogische Belange, ist aber großzügig bemessen. Absehbar war deshalb, dass das Land nicht alle Flächen fördert. Bauverwaltung und Schulverwaltung arbeiteten in der ersten Jahreshälfte mit dem Architekturbüro daran, die Flächen auf das förderfähige Maß zu verringern. Die Schulleitung war informiert. Ob das reicht, soll der weitere Austausch mit dem Regierungspräsidium zeigen.

Den Zwischenstand hatte die Verwaltung auf der nicht öffentlichen Gemeinderatsklausur vor rund zwei Wochen mitgeteilt. Eine Information der Öffentlichkeit war erst später vorgesehen, wenn weitere Informationen vorliegen. Wegen der Berichterstattung nach der Klausur wurde der Stand früher bekannt.

Wie es weitergehen soll

Die Stadt will bei der Schulbaukommission des Landes beantragen, die bisherigen Gebäude am Standort Wirtsgasse aufzugeben. Es geht darum, ob sie aus baulich-statischer Sicht noch als Schulgebäude taugen oder als abgängig gelten.

Entscheidet die Kommission Anfang des kommenden Jahres im Sinne der Stadt, soll die Neubauplanung weitergehen, womöglich mit weiteren Flächenkürzungen. Erst dann will die Stadt einen formalen Förderantrag stellen. Kommt die Kommission dagegen zu dem Schluss, dass am bisherigen Standort weiterhin zwei Züge unterzubringen sind und die entsprechenden Neubauflächen nicht bezuschusst werden, müsse man gemeinsam überlegen, wie man damit umgeht. Dann stelle sich auch die Frage, ob der eingeschlagene Weg nach einer Gesamtabwägung weiterverfolgt werden kann.

Parallel soll mit externer Unterstützung die Datengrundlage für den Bedarf einer fünfzügigen Grundschule noch einmal geprüft werden, auch mit aktuellen demografischen Entwicklungen. Eventuell genüge für Hessental eine vierzügige Grundschule. Die Verwaltung zeigte Verständnis für Eltern, denen angesichts des langen Verfahrens die Geduld ausgeht. Den Gemeinderat will sie zeitnah über den Verlauf unterrichten und den Austausch mit Schulleitung und Elternschaft fortsetzen und intensivieren.

Nachbetrachtung

Die Stadt erklärt offen, warum sie bremst, und nennt mit der Entscheidung der Schulbaukommission einen klaren nächsten Schritt. Offen bleibt, wie die Kommission entscheidet und was die geplante Überprüfung des Bedarfs für die Größe der Schule bedeuten würde.

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