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Hohenlohekreis: Kampagne „Digital ist real“ warnt Schüler vor Cybergrooming

Redaktion Kocher-Jagst-Chronik

Künzelsau Schloss rot
Symbolbild: Künzelsau · Foto: Xocolatl, Public domain, via Wikimedia Commons (Datei)

Künzelsau – Wie sicher bewegen sich Kinder und Jugendliche im Netz? Das Landratsamt des Hohenlohekreises greift diese Frage auf und macht auf die neue Kampagne „Digital ist real“ der Polizei Baden-Württemberg aufmerksam, wie es mitteilte. Die Polizei hat sie im Oktober 2026 landesweit gestartet. Ziel ist es, auf Risiken im Netz aufmerksam zu machen und Jugendliche beim sicheren Umgang mit digitalen Medien zu stärken.

Ausgangspunkt ist der Alltag der Zielgruppe: Soziale Netzwerke, Messenger und Online-Spiele gehören für junge Menschen selbstverständlich dazu. Die Mitteilung nennt als Risiken Cybergrooming, Cybermobbing und Betrugsversuche. Das Landratsamt will die Kampagne nutzen, um vor Ort auf Medienkompetenz und Prävention hinzuweisen. Landrat Ian Schölzel liegt viel daran, dass junge Menschen Medienkompetenz entwickeln.

Schwerpunkt Cybergrooming

Die Aktion richtet sich an Kinder und Jugendliche in den Klassen fünf bis sieben. Im Mittelpunkt steht Cybergrooming: Dabei nehmen Erwachsene gezielt Kontakt zu Minderjährigen auf, um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie auszunutzen. Hinzu kommen Betrugsmaschen und Deepfakes, das sind manipulierte Bilder oder Videos. Nach Darstellung des Landratsamts zeigen diese Beispiele, dass digitale Inhalte kritisch hinterfragt werden müssen.

Die jungen Leute sollen etwa fragwürdige Kontakte durchschauen, mit ihren Daten sorgsam umgehen und klare Grenzen ziehen. Wichtig sei zudem, dass sie Ansprechpersonen kennen, wenn es im Netz unangenehm oder bedrohlich wird. Vermittelt werden die Inhalte in verschiedenen, auf die Altersgruppe zugeschnittenen Formaten. Die Schwerpunkte der Kampagne wechseln zudem jedes Quartal, dann geht es jeweils um andere Gefahren im Netz.

Angebote im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis spielt Medienkompetenz eine wichtige Rolle. Wer sich mit Medienbildung und Jugendmedienschutz befassen möchte, findet beim Kreismedienzentrum passende Angebote. Bildungseinrichtungen erhalten dort Unterstützung, wenn sie pädagogisch mit digitalen Medien arbeiten. Das Landratsamt betont, dass Vorgänge im Internet reale Folgen haben können. Junge Menschen sollen deshalb nicht nur über Risiken aufgeklärt werden, sondern auch Selbstvertrauen gewinnen, um Online-Angebote bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen.

Kernpunkte

  • Zielgruppe: Klassen fünf bis sieben
  • Informationen zu den Angeboten des Kreismedienzentrums gibt es unter www.kmz-hok.de/kinderundjugendmedienschutz
  • Weitere Informationen über die Kampagne sowie über die Präventionsangebote der Polizei im Land gibt es unter https://praevention.polizei-bw.de

Nachbetrachtung

Dass die Kampagne bei Cybergrooming ansetzt, ist nachvollziehbar, da dies der Schwerpunkt der Aktion ist. Die Mitteilung bleibt allerdings allgemein: Wie die Inhalte an die Schulen im Hohenlohekreis kommen, steht nicht darin. Wer mehr wissen möchte, findet über die genannten Internetseiten weitere Informationen.

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