Stuttgart – Wer in einer Fußgängerzone unterwegs ist oder an der Haltestelle wartet, kann amtliche Warnungen des Landes künftig auf digitalen Stadtinformationstafeln lesen. Das Land Baden-Württemberg hat dafür eine Kooperation mit dem Unternehmen Wall geschlossen, teilte die Landesregierung mit.
Technisch läuft der Weg über das Modulare Warnsystem (MoWaS), mit dem das Land die Bevölkerung amtlich warnt. An dieses System sind verschiedene Warnmittel angeschlossen. Nun kommen die Tafeln von Wall hinzu. Laut Mitteilung machen die Displays Warnungen samt konkreten Handlungsempfehlungen unmittelbar im öffentlichen Raum sichtbar.
Das Land warnt bisher über Warn-Apps wie NINA, über Cell Broadcast sowie über Rundfunk und Fernsehen. Die Tafeln erweitern diesen Warnmix.
Wall hat seinen Sitz in Berlin und ist als deutsches Unternehmen auf Stadtmöblierung und Außenwerbung spezialisiert. In Baden-Württemberg betreibt es derzeit in Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Reutlingen und Stuttgart digitale Stadtinformationstafeln.
Innenminister Manuel Hagel, zugleich stellvertretender Ministerpräsident, sagte: „Im Ernstfall zählt jede Sekunde.“ Das Land müsse alle Kanäle nutzen, um Menschen dort zu erreichen, wo sie sind. Patrick Möller, Geschäftsführer von Wall, erklärte, das in die Anlagen integrierte System informiere im Krisen- oder Katastrophenfall unverzüglich über Gefahrenlagen. Die Screens stünden „visibel und frequenzstark“ im öffentlichen Raum und erhöhten die Reichweite der Warnmittel im Land.
Kernpunkte
- Beteiligte: Land Baden-Württemberg und die Firma Wall
- Warnsystem: Modulares Warnsystem (MoWaS)
- Standorte der Tafeln: Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Reutlingen und Stuttgart
- Zuständig: Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa






