Kocher-Jagst-Chronik

Schwäbisch Gmünd: Gernot Aich wird Prorektor an der PH

Redaktion Kocher-Jagst-Chronik

Stadtansicht Schwaebisch Gmuend
Symbolbild: Schwäbisch Gmünd · Foto: Vexillum, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Schwäbisch Gmünd – Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd hat einen neuen Prorektor für Studium und Lehre: Der Senat wählte Prof. Dr. Gernot Aich, der den Schwerpunkt Qualitätsmanagement übernimmt. Das teilte die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd mit. Aich ist seit dem 1. November im Amt und folgt auf Prof. Dr. Jana Krüger. Krüger kehrt künftig verstärkt zur Forschung zurück.

Seit zwei Jahren gliedert sich das Prorektorat Studium und Lehre an der Hochschule in zwei Geschäftsbereiche. So sollen die Studierendenservices und die Qualitätsentwicklung gezielt vorangebracht werden. Den Schwerpunkt Studierendenservices vertritt weiterhin Prorektorin Prof. Dr. Petra Lührmann. Beide bilden ein Tandem.

Rektor Prof. Dr. Sabla-Dimitrov erklärte: „Ich freue mich, dass mit der Wahl von Herrn Aich ein Professor mit langjähriger Erfahrung in Akkreditierung und Qualitätsentwicklung von Studiengängen für dieses Amt gewonnen werden konnte.“ In den vergangenen zwei Jahren habe Krüger Herausragendes geleistet, nicht zuletzt, indem sie zusammen mit dem Team der Qualitätssicherung die Systemakkreditierung erfolgreich eingeführt habe. Aich könne daran anknüpfen und bei der Weiterentwicklung der Lehrqualität und der Lehrinhalte die Brücke ins Rektorat bilden. Zu den wichtigsten Themen zählten laut Sabla-Dimitrov etwa „KI in der Lehre“, die Studierbarkeit sowie der Praxisbezug.

Zur Person

Gernot Aich ist gelernter Realschullehrer und Diplompädagoge. Seit 2003 lehrt und forscht er an der Gmünder Hochschule, als Lehrbeauftragter, abgeordneter Lehrer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Akademischer Rat. Seine Promotion folgte 2011, zum Thema Professionalisierung von Lehrenden im Eltern-Lehrer-Gespräch. Ab 2013 war er Juniorprofessor für Elternberatung, seit 2019 hat er eine Professur für Beratung und Entwicklungsförderung inne.

Aich leitet die Abteilung „Pädagogische Psychologie, Beratung und Intervention“ sowie das Institut für Kindheit, Jugend und Familie. In Forschung und Lehre befasst er sich vor allem mit der Kommunikations- und Konfliktlösekompetenz von Lehrkräften. Außerdem hat er mit dem Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG) ein Konzept entwickelt, mit dem pädagogische Fachkräfte trainiert und beraten werden.

Sachstand

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd ist eine staatliche Hochschule im Rang einer Universität. Sie ist eine von sechs Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg. Als Gründungsjahr nennt Wikipedia 1825, Hochschule ist sie seit 1962. Die Hochschule selbst verweist darauf, dass am Standort Schwäbisch Gmünd seit mehr als 200 Jahren Lehrkräfte ausgebildet werden und sie diese Linie fortführt.

Die Hochschule gliedert sich in zwei Fakultäten. Zur Fakultät II gehört auch das Institut für Kindheit, Jugend und Familie, das Aich leitet. Zu den Bachelorstudiengängen zählen laut Wikipedia unter anderem Lehramt Grundschule, Lehramt Sekundarstufe I und Kindheitspädagogik. Für das Wintersemester 2025/26 nennt Wikipedia 2.308 Studierende.

Nachbetrachtung

Die Aufteilung in Schwerpunkte rückt Qualitätsfragen im Rektorat eigens auf die Tagesordnung. Dass Aich Erfahrung mit Akkreditierung mitbringt, spricht für einen nahtlosen Übergang. Offen lässt die Mitteilung, was „KI in der Lehre“ konkret für Studierende bedeuten soll. Dazu wären erste Beispiele hilfreich.

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